¡PuraVida!

26Juli
2015

Reise geht zu Ende

ja richtig, ich hab die Schnauze voll und komm nach Hause.

aber erst muss ich noch richtig entspannen und relaxen, ei, ei, ei, das wird schwer...ich haette nie gedacht, dass ich zum Schluss noch ein paar Tage ueber habe, sprich zu viel Zeit! Also quartierte ich mich fuer teuer Geld in ein Hotel ein, welches nahe Flughafen Cayenne liegt. Ja was soll ich sagen: Pool, Sonne, ueber 30 Grad, keine heissen Franzossen und nix zu tun. Toll

Ob ich mich veraendert habe? Und ob, aber ich hoffe doch stark zum Guten. Ich habe eine neue Sprache gelernt, mich in Geduld geuebt, bin auf andere eingegangen, habe mein Hab und Gut geteilt, mich ausrauben lassen, bin ueber meine Grenzen hinaus und habe mich auch ein paar mal betrunken. Ich hatte eine super tolle Zeit, die mich abschalten, aber auch in mich kehren lies, um herauszufinden, was ich moechte. Ich habe super tolle neue Freundschaften geschlossen, die hoffentlich lange Halten und sehr interessante Leute kennengelernt, die meine Reise unglaublich machten, dafuer danke ich euch sehr. Danke auch an meinen Bruder, der meine Finanzen ueberwachte und einiges mehr fuer mich getan hat.

wie geht es jetzt weiter? Tja gute Frage. Nun ja bis ich endlich zu Hause ankomme sind es immerhin noch 7819 km. Von Cayenne nach Paris, eine Nacht Couchsurfing und am naechsten Tag mit dem TGV nach Muenchen zu einer meiner besten Freundinnen. Grob gesagt, ich bin ab dem 1. August wieder zu Hause, fragt sich nur wie lange  Dann werde ich fleissig Bewerbungen schreiben und hoffe einen Job far far away zu bekommen. Falls nicht, ab nach Thailand...

 

24Juli
2015

welcome to the jungle

sorry sorry meine lieben Leser, hier kommt endlich ein neuer Eintrag

mich hat es mal wieder in den wunderschoenen Jungle verschlagen. Dieses Mal in Franzoesisch Guyana. Wenn man sich ueberlegt, dass ueber 90 Prozent reinster Urwald ist, kann man es mir ja schlichtweg nicht veruebeln...

Nun ja, um ehrlich zu sein, es ist echt schwierig ohne Auto von einem Ort zum anderen zu kommen. Daher mieteten Marco und ich uns einen Volkswagen UP, was fuer ein teurer Spass.

Jedenfalls fuehrte unser Weg in den Jungle nach Cacao und auch nach Kaw. Nur leider war dort tote Hose und noch weniger Einwohner als in meinem Kaff. Tja und wiedereinmal liesen uns die ueberteuerten Preise nicht im Stich. Denn fuer einen Haengemattenschlafplaetz verlangten sogenannte Carbets freche 40 Euro. What the fuck, nein das machen wir definitiv nicht. Nach erfolgreicher Schlafplatzsuche kamen wir bei Phil fuer 12 Euro unter. Diese Unterkunft war schon einiges tief im Jungle drin und echt super gepflegt. Allerdings konnte ich kein Auge zu machen und fand keine bequeme Position in meiner Haengematte. Nach unzaehligen Einschlafversuchen entschied ich mich im Auto zu schlafen. Leider auch erfolglos, da ich echt Angst hatte, dass irgendwer oder etwas kommt. Egal, dadurch lasse ich mir doch die Laune nicht verderben.

Ein besonderes Erlebnis um Wildtiere oder Insekten zu beobachten, gibt es einen anstrengenden 18 km langen Wildpfad namens Sentier Molokoï de Cacao, den man auf eigener Faust bewaeltigen kann. Da man selbstverstaendlich diesen langen Weg nicht an einem Tag schafft, gibt es eine sogenannte Schutzhuette in der Haelfte des Weges [bis hier her 8 km; 5 bis 6 h]. Eigentlich befinden wir uns derzeit in der Trockenzeit, aber davon haben wir nichts gemerkt. Es regnete den ganzen Tag und die ganzen Naechte durch, sodass wir klitschnass im Camp ankamen. Auf diesem Pfad waren wir uebrigens die Einzigen und Marco haette fast eine riesen Vogelspinne zusammengetreten. Wahnsinn, komplett bis auf die Unterwaesche nass und selbst alles im Rucksack und unsere Schuhe, alles Matsch. Als wir im Camp ankamen, waren wir mega ueberrascht. Drei super coole Unterstaende wo man seine Haengematten aufspannen konnte, mit diversen Feuerstellen, einem super tollen Fluss mit natuerlichen Bademoeglichkeit und jeder Menge Ueberbleibsel anderer Campierer, danke dafuer [Kerzen, Chinasuppe, Seile da ich meine vergessen hatte, Toepfe; Holz, Klamotten usw.]. Gott sei Dank gab es genuegend Feuerholz, dass wir unsere nassen Sachen und ein koestliches Abendmal zubereiten konnten. Chinesische Nudelsuppe  Ah an dieser Stelle, danke Marco fuer dein Einsatz, super Pfagfinder.

Wir waren komplett auf uns alleine gestellt und es kam auch niemand mehr an diesem Tag. Als es so langsam dunkel wurde und die Geraeusche des Jungles immer lauter wurden, bekam ich doch leicht Panik. Keiner weiss wo wir sind und was passiert wenn ein Jaguar kommt? Da sich mein lieber Reisefreund mit zu viel Rum in den Schlaf verabschiedete, half mir nur mein Buch um auf andere Gedanken zu kommen. Nichts half, ich war die komplette Nacht auf und selbst verschiedenste Schlafplaetze machten es nicht besser. OK ich hatte verdammt schiss. Das Feuer ging schon um kurz nach 10 aus und die Stunden der Dunkelheit schienen nicht schneller zu verstreichen. Kacke, ich hatte solche Panik, dass ein Jaguar kommen koennte, schrecklich. Nur der laute Regen lenkte mich vor moeglichen anderen Geraeuschen ab. Als es endlich hell wurde erlaubte ich es mir doch eine Muetze voll Schlaf zu goennen. 1\1\2 Std. spaeter ging es frisch gestaerkt den gleichen Weg zurueck zu Phil. Wow, verdammt war dieser scheiss Weg anstrengend und matschig. Es regnete auch an diesem Tag nur so aus Eimern und ich kam mir vor, als haette ich einen Kater. Der Weg war ein einziges Schlammbad und wir haetten echt zurueck schwimmen koennen. Wir brauchten nur vier Stunden und waeren einfach nur froh, endlich duschen zu koennen. Kaum angekommen, schon regnete es wieder. Tja und wer haette es gedacht, selbst in dieser Nacht konnte ich nicht wirklich schlafen. Phil beruhigte mich ein bisschen, indem er behauptete dass Jaguare nicht nachts und auch keine Menschen angreifen wuerde, da sie ihm zu gross sind. Diese Nacht schlief ich ganze vier Stunden.

Am naechsten Tag ging es munter weiter bis nach Kaw. Ebenfalls im Jungle und ebenfalls Haengemattenschlafplatz fuer 10 €. Auch diese Unterkunft tip top. Man kann hier Caimane beobachten, direkt vom Schlafplatz aus. Nach einem super leckerem hausgemachten franzoeschischen Wildschweinbraten und kurzer Caimanbesichtigung gings ab ins Heia. Stellt euch vor, diese Nacht kam wirklich ein Tierchen welches im Muell nach essbaren suchte. Direkt neben unseren Haengematten. Ich bekam solche Panik, dass ich mich nicht mal traute mich zu bewegen. Keine Ahnung was es letztendlich war, vielleicht der Jaguarrondi den wir tagsueber gesehen haben. Anscheinend kommt der in die Doerfer und schnappt sich die Hunde.

Fazit: nach vier schlaflosen Naechten fuer mich, aber super tollen und aufregenden Dingen, habe ich mich mega auf ein Bett gefreut, welches ziemlich eklig war. Ah noch eines, laut Reisefuehrer sind die Auberge des Orpailleurs und das Quimbe Kio die einzigen Unterkuenfte. Das stimmte so nicht, wie auch die Preise und die Schutzhuette die etwas kosten sollte, welche aber umsonst war. Also fuer french guyana hat so einiges nicht gestimmt. Es gibt allerdings keine Busse die dort hinfahren, also ist man auf ein Auto angewiesen. Aber dieser Ausflug war es definitiv wert. Das lustige: auf diesem langen Fusspfad quer durch den Jungle haben wir nicht so viele Tiere gesehen, wie wir mit dem Auto unterwegs waren. Oh und ich habe leider eine Schlange ueberfahren. Marco behauptete zwar, dass ich sie nicht ueberfahren haette, aber ich habs genau gemerkt. Als ich anhielt und nachschaute, war sie weg. Scheisse, das gibt wieder schlechtes Karma fuer die Marlene...

 

 

15Juli
2015

Raketenstart in Kourou

Franzößisch-Guyana ist auch bekannt für seinen äußerst guten Standort Kourou. Dort werden regelmäßig Satteliten ins All geschossen. Da ich mich wirklich die letzte Zeit sehr beherrscht und nur Gutes vollbracht habe, wollte Karma uns endlich wieder belohnen. Denn es fand ein Raktenstart kurz nach unserer Ankunft in Kourou statt. Wow, was, Rakette und wir mittendrin? 

Da unsere Hoteldame anfangs nicht sehr hilfreich war und uns nur sagte, wir müssen dort anrufen und reservieren, haben wir wirklich alles gegeben, um so nah wie möglich an diese Rakette ran zu kommen. Zehntausende Anrufe, fünfmillionen E-Mails und sogar ein persönliches Auftauchen im Museum, aber zu früh gefreut. Es tut uns leid wir haben leider keine Plätze mehr, hätte uns vollkommen gereicht, aber nein, nichts, keine Antwort. Na toll, bleibt nur eins, zu einem nahegelegenen Berg zu marschieren und den Start von dort aus zu beobachten. In unserem super teurem Hotel (was gleichzeitig das günstigste ist 68€) ist mittlerweile ein schweizer Meteorologe eingetroffen und hat sich uns angeschlossen. Zusammen sind wir eine Stunde vor Start auf dem Berg gewesen und warteten.Da war er endlich dieser Moment als sich ein Feuerball an der Rakette entflammte und am Himmel entlang streifte bis er hinter den Wolken verschwand. Wow, ich hatte mir ehrlich gesagt mehr Show erwartet. Egal es war trotzdem super cool! 

Ich habe davon übrigens keine Fotos da es bereits Nachts war und ich den Moment nur für mich genossen habe :-) ha ha 

12Juli
2015

Franzößisch-Guyana

Puh jetzt weiß ich wieder warum ich nach einem halben Jahr das Fach Franzößisch aufgegeben habe, echt schwierige Sprache...

Auch hier ist es echt mühsam mit dem Transport. Immer nur Taxicollectivos, echt teuer. Da ich im Internet ein bisschen über die Lederhautschildkröten recherchierte, habe ich herausgefunden, dass es ein Dorf namens Awala Yalimapo gibt, mit einem Strand (Les Hattes) indem diese rießen Fiecher zwischen April und Juli ihre Eier ablegen kommen. Super cool, genau was wir wollten, keine Tour!

Um dorthin zu kommen muss man in St. Laurent du Maroni ein Collectivo nach Mana nehmen (10€ pro Person), dort übernachteten wir in einem Hotel der einzigen Übernachtungsmöglichkeit, da es eine gewisse Madame Isabelle nicht mehr gibt (55€ + 10€ Frühstück). Da diese Dinosaurier ihre Eier nur Nachts und früh morgens ablegen kommen, haben wir unser Gepäck im Hotel gelassen und sind mit einer Hängematte im Gepäck ins Dorf Awala Yalimapo getrampt. Ganz easy, kurze Hose, T-Shirt und bezaubernes Lächern aufsetzen.

Das Dorf selber gibt nicht so viel her, außer einem Informationszentrum. Da wir aber ganze 4x dort aufkreuzten und keine Sau da war, liesen wir unser Kulturprogramm halt ausfallen. Den Nachmittag haben wir uns bis es dunkel wurde mit einem franzößischem Rum (widerlich), kubanischen Cigarren und einem hammer geilen Sonnenuntergang vertrieben. Dann endlich war es soweit, ein rotes Lämpchen anderer Leute bedeutete uns dort muss sie sein und tatsächlich ein rießiges Fiech. Über zwei Stunden hat es gegraben, gebrüten und nochmals gegraben, bis es endlich im Meer verschwand. Am nächsten morgen überprüften wir ob die Eier noch im Nest waren oder ob die gierigen Geier die Eier gefressen haben. Siehe da, gute Arbeit Riesenschildkröte! Es war einfach super, ein Naturschauspiel der anderen Art...

 

08Juli
2015

Suriname

Mein Ausflug zu den Guyanas macht auch Halt in Suriname :-)

Mein Couchsurferkontakt aus Georgetown hat mir einen Kontakt in Paramaribo hergestellt. Ein schwuler Asiate der in Suriname als Nurse arbeitet. Sehr lustiges Kerlchen. Marco und ich haben uns auf ein Bierchen mit ihm getroffen. 

Was macht man nun in Suriname, dem zweiten Holland. Eigentlich kann man tief in den Jungle eintauchen, aber da wir schon in Guyana waren, wollten wir nur noch die Flussdelphine und die Lederhautschildkröten sehen. Nach einer Horrorbusfahrt von Georgetown nach Paramaribo, erkundeten wir mit dem Fahrrad die City. Ganz im Gegensatz zu Guyana wo es viele Rassisten gibt, liegen hier sogar eine Moschee und eine Synagoge friedlich nebeneinander. 

Leider waren wir nicht an einem Wochenende in der Hauptstadt denn dort gibt es jeden Sonntag einen Zwitscherwettbewerb, der lauteste Vogel gewinnt (5000€). Amazonasflussdelphine endlich sehe ich sie! Wir haben eine etwa dreistündige Tour gebucht und die war ausnahmsweise echt super! Jede Menge Getränke, Snacks und ein super Gruppenführer. Auch ein Delphinpärchen haben wir gesichtet, deren Bauch rot ist, weil sie Shrimpsis essen. Leider hat sich das mit den Schildkröten als schwierig erwiesen, da wir ohne Tour in den Nationalpark Galibi kommen wollten, hätten aber ein Boot für 500€ chartern müssen. Letzte Chance in French-Guyana. 

 

 

03Juli
2015

It's my BIRTHDAY

It's my birthday, it' s my birthday, i will spend my money...

Ey hammer geiles Geschenk an mich selber - Kaieteurfalls ? 

Mit einer kleinen Propellermaschine gings hoch in die Lüfte, erst über den Jungle und später über diese beeindruckenden Wassermassen. Danach sind wir noch zu anderen Wasserfällen geflogen und haben uns dort ein Erfrischungsbad genehmigt. Seht selbst...

 

 

02Juli
2015

Guyana - Lethem - Jungle

Als wir die Grenzen überquerten und in Guyana ankamen, konnten wir es kaum erwarten. Erster Eindruck - Englisch und viele schwarze Peoples. War schon komisch, wenn man seit acht Monaten nur noch Spanisch spricht. ? Ich füllte auch die Formulare noch auf Spanisch aus. Upsi

Lethem, was soll ich sagen. Ein Kaff halt. Erst wollten wir so schnell wie möglich von dort weg, am Schluss aber wollten wir verlängern. Die Leute sind echt sehr freundlich. Dort grüßt man sich noch freundlich auf der Straße mit "good afternoon oder hello my friend".

Das vorwärtskommen gestaltete sich allerdings etwas schwieriger. Denn die Straßen sind scheiße (Feldwege mit jeder Menge Schlaglöcher), der Transport teuer und die Autos so la la. Im Reiseführer steht man solle in die Kioske gehen und dort fragen, was wir schlichtweg einfach glaubten. Als wir am Flughafen nach einem Flieger zu den Kaieteurfalls fragten, hatten wir soeben eines um zehn Minuten verpasst (das nächste fliegt erst wieder in einem Monat). So kam es, dass wir zuerst auf Sherly und dann auf Walter trafen. Sherly hat sich uns einfach geschnappt und uns in ein Sozialprojekt miteinbezogen. Letztendlich mussten wir eigentlich nur Essen verteilen und selber essen, aber wir wurden sofort herzlichst aufgenommen. Schlussendlich kannte uns das ganze Dorf. Sherly hat uns so zu einem echt super, netten, knuffigen Guanesen gebracht, gleich neben ihrem Shop am Flughafen, der sogar Deutsch mit uns sprach. Dieser möchte sich ein eigenes Bussines mit seinem Cousin Walter aufbauen, er ein Hostel mit Bar und Restaurant und Walter als Guide für Jungletouren. Da sind wir wirklich an die Richtigen rangekommen, denn Walter's Familie ist ursprünglich eine Amerindianfamilie aus der Rupununisteppe und er ist in Brasilien im Jungle groß geworden. Außerdem hat er viele Jahre in Manaus gelebt und mit Touristen gearbeitet. Kurz vor Ladenschluss also entschieden wir uns mit ihm für einige Tage in den Jungle und zu indigene Farmen zu gehen. Wir sind sozusagen seine ersten Versuchskaninchen für eine Tour dieser Art. 

1. Tag

Nach dem Frühstück gings los. Mosquitospray, Hängematte und die nötigsten Sachen waren gepackt und startbereit. Mit einem Geländefahrzeug und jeder menge Sonne im Nacken fuhren wir erst noch unsere Jagdausrüstung holen - Pfeil und Bogen und ein Luftgewähr. "Ich glaube wir werden unsere Mahlzeiten selber fangen," sagte ich zu Marco. Kaum losgefahren kam auch schon die erste Hürde, wir blieben mit unserem Geländewagen im Matsch stecken (Regenzeit). Nach einigen Versuchen und zwei kaputten Seilen haben wir es rausgeschafft und sind in einem Dorf nahe Lethem angekommen, indem Familien, die sagen wir sehr einfach leben. Unser Schlafplatz für die erste Nacht. Die Familie war super aufgeschlossen, aber viele Touris haben die noch nicht gesehen. Dort bekamen wir ein super Lunch, wahrscheinlich das letzte für die kommenden Tage. Ei ei ei

Nachmittags zeigte uns ein Bewohner seine Farm die mitten im Jungle an einem Berg liegt. Derzeit fressen ihm die Jungletierchen die Samen weg, sodass er oft nach dem Rechten sehen muss. Nach einem kurzen Walk kamen wir total verschwitzt und mit jeder Menge Mosquitostichen zurück ins Dorf. Dort wurden wir herzlichst mit einem einheimischen Getränk namens Curry begrüßt. Sie fragten mich wie es schmeckt und als ich antwortete dass es nach Holz schmeckt, wurde meine Aussage noch lange Zeit als das Dorfgespräch gehiped. Die erste Nacht war mega beschissen. Tagsüber verdammt heiß (Savanna) und nachts verdammt kalt und windig. Ich konnte leider kein Auge zudrücken. Naja was solls, ich kenne das ja schon in Hängematten zu schlafen, der Cafe am Morgen hat mich gerettet. 

2. Tag

Noch halb am aufwachen, war direkt neben unseren Hängematten eine Schlange. Fängt ja schon gut an! Als Walter und der Einheimische um vier auf sind, um zu jagen, genossen wir eine Dusche unter freiem Himmel. Mit was für einer Ausbeute die zwei zurückgekommen sind, das glaubt ihr nicht, ich habs probiert! Vormittags haben wir unser Nachtlager im Jungle aufgeschlagen, ja genau, schlafen im Busch mit Jaguare und Affen. Den Weg dorthin mussten wir übrigens erst einmal mit der Machete befreien. Nachmittags sind wir zum Fluss runter um unser Mittagessen zu fangen (mensch bin ich eine schlechte Anglerin). Sieht nach Diät aus, kein einziger Fisch. Das war so anstrengend oder langweilig, dass ich mich im Fluss abkühlen musste. Walter hat mir dann erzählt, dass es Zitteraale im Wasser gebe. So schnell war ich noch nie aus dem Wasser...zurück im Haus der Familie wartete unser zuvor gefangenes Mittagessen auf uns.

Die Nacht im Jungle

Nach einem kurzen Nickerchen und dem köstlichen Mittagessen, sind wir in unser Nachtlager aufgebrochen. Marco hatte die Machete, Walter das Gewähr, der Einheimische Pfeil und Bogen und was bekam ich zur Verteidigung - eine Taschenlampe. Mit flauem Gefühl und jeder Menge Geräusche sind wir heil im Camp angekommen, doch Walter hatte unser Abendessen im Auto vergessen, neeeeiiiinnn! Alleine wollten wir nicht bleiben, also liefen wir zurück zum Auto, packten das Fleisch und schlichen ganz unauffällig wieder zum Schlafplatz. Alles gut gegangen, puh. Ich war so fix und alle, dass ich kaum das Abendessen mitbekam und sofort einschlief. Nachts bekamen wir Besuch von Affen, die alles mögliche vom Baum schmissen. Die Jungs haben anscheinend nix mitbekommen, da sie alle schnarchten wie Holzfäller. 

 3. Tag

Erstmal die Umgebung abchecken. Zur Verstärkung kam noch ein Einheimischer dazu, der anscheinend schon alle Berge dort erkundet hatte. Zusammen mit unserer Jagdausrüstung gings durch Gestrüpp. Viele Tiere bekamen wir nicht zu sehen, aber dafür können wir behaupten, dass wir eine richtige Jungletour gemacht haben! Total kaputt und verschwitzt kamen wir in unserem Camp an, dann meinte Walter "alles gut? Wir gehen noch für einen kurzen walk, vamos" und das nach einem drei Stunden Walk, puh ok ich folge...wir sind dann ein trockenes Flussbett aufwärtst geklettert, wo wir rießige und sehr rutschige Steine zu bewältigen hatten. Hey ich war mega im arsch, aber ich konnte ja nicht als lusche dastehen und rum motzen, bin doch a toughes mädl!! Nach kurzer Verschnaufpause im Camp, haben wir unsere Zelte (Hängematten) zusammengepackt und sind wieder zurück ins Haus der Einheimischen, dort wartete Mittagessen auf uns, welches wir natürlich gefangen hatten! (Lecker Schildkrötensuppe)

 

 Zuletzt haben wir auch noch den Bürgermeister (rechts unten auf dem Bild) des kleinen Dörfchens kennengelernt, der mich mit seinem Sohn verkuppeln wollte...

P.S. wir mussten unser Essen nicht selber fangen, aber alles was wir gefangen haben, wurde von der Familie gegessen. Wir wurden wirklich sehr gut versorgt und es schmeckte alles fantastisch :-)

Alles in allem sind wir echt froh mit so einem klasse Typen wie Walter mitgegangen zu sein, ich kann es nur jedem weiterempfehlen! Geht nach Lethem und fragt nach Walter und An! 

 

25Juni
2015

mein Ausflug über Venezuela, Brasilien nach Guyana

Wie kommt man von Peru nach Guyana? Gute Frage. Ein Weg führt über Iquitos nach Santa Rosa, von dort nach Manaus und letztendlich von Manaus nach Boa Vista und dann nach Lethem. Allerdings recht kostspielig und sehr zeitaufwendig, da alles per Boot. Eine andere Möglichkeit wäre einen günstigen Flug zu erwischen. Geschehen - getan! Von Lima nach Caracas für 170 $

Da waren wir nun - in einer der gefährlichsten Städte der Welt, in einem sehr gefährlichem Land. Soll ich meinen Freunden und Familie davon erzählen oder es einfach drauf ankommen lassen!? Zugegeben anfangs hatte ich schon schiss, als wir abends am Flughafen in Caracas ankamen und sich die Geldwechselfrage stellte (legal bzw.illegal), außerdem wo schlafen und wie kommen wir überhaupt weiter? 

Doch als wir in einem sicheren Hotel, in einer sicheren Gegend waren, sind wir sogar nachts noch raus, um Bier und Abendessen zu kaufen. Welche Angst? Ist doch alles ganz harmlos! Selbst das Geldwechseln hat einwandfrei funktioniert

Nur leider ist die Währung nix Wert, das sind gerade mal 40 $ was ich in der Hand halte, lächerlich, aber geiles Gefühl. Hier kommt die Maffiabraut. Nur das Verstecken muss ich nochmal üben :-) 

So da sind wir nun, Venezuela. Ich geb dem Land noch ein paar Jährchen bevor ich wiederkomme. Man spürt, das es eine korrupte Regierung hat, die Menschen stehen Schlange vor leeren Supermarktregalen, die Kontrollen sind hard und lang und die Menschen wundern sich was du hier willst! Sie sind sehr freundlich zu dir, am meisten natürlich, wenn sie an dir verdienen. Sprich, alle versuchen dich aufs Ohr zu hauen. Ob es jetzt an den nicht vorhandenen Rechenkünsten liegt oder daran, dass wir Ausländer sind. Was noch dazu kommt, die Regierung macht es einem sehr schwer. Derzeit bekommen die Venezulaner keine Reifen, d.h. sie müssten die Reifen zu einem schlechten Kurs einkaufen, dürfen aber die Ticketpreise nicht erhöhen. Somit sagen die Fluggesellschaften oder Busunternehmen eben, dass es keine Tickets mehr gibt. Das haben wir leider am eigenen Leib erfahren müssen. Wir wollten einen Innlandsflug für unglaubliche 13$ kaufen, konnten aber nicht, weil keine Airline uns das Ticket verkaufen wollte. Auch als wir mit der Metro und dem Stadtbus durch ganz Caracas gelaufen\gefahren sind - keine Bustickets. Somit saßen wir im Dunkeln in Caracas bei einer Busgesellschaft, total am Ende, da mich Karma schon den ganzen Tag geärgert hatte. Gott sei Dank hat sich der Ticketverkäufer auf unsere Seite geschlagen und uns auf die Warteliste für zwei Tickets nach Maturin gesetzt. So etwa unsere Richtung. Siehe da, am Ende saßen wir im Bus nach Maturin. Kaum angekommen, sind wir gleich weiter nach Ciudad Bolivar und mit einem Nachtbus nach Santa Elena an die Grenze zu Brasilien. Dort übernachteten wir bei einem echten kölsche Bub, der eine Venezualerin geheiratet hat und sich somit in das Land verliebt hat. 

Brasilien war easy. Von Santa Elena mit einem Taxi\Collectivo (45 Reals) nach Boa Vista und von dort mit einem anderen Taxi\Collectivo (35 reals) nach Lethem. 

 

14Juni
2015

Pisco (sour)

Warum besteige ich Berge? Was fasziniert mich daran, Nachts aufzustehen, um mich dann sieben stunden oder mehr für zwei minuten auf einem gipfel stehen zu sehen? 

Habt ihr schon mal gesehen, wie die Welt von oben bei Sonnenaufgang aussieht? Seit ihr einmal so richtig über eure mentalen Stärken hinausgegangen? Habt ihr euch schon mal in einem Moment derart gehasst, dass ihr einfach aufgeben wollt, aber es trotzdem nicht tut und weiter kämpft? Dann wisst ihr jetzt warum, ich es so liebe. 

Mit dem Pisco habe ich meinen zweiten Fünftausender bestiegen (5752 m). Eigentlich wollte ich einen Sechstausender machen, aber um zu sehen, ob ich die Höhe vertrage, war dieser Berg genau richtig. Im Vergleich zum Cotopaxi, war dieser Berg einfach. Es war nicht annähernd so steil, der Wind war weniger stark, und ich war super gut drauf - sprich, kein Kopfweh, keine Müdigkeit, kein Schwindel, einfach körperlich und physisch fit. 

Nach einem kleinem Aufstieg am Nachmittag zum Refugio auf 4650 m unserem Schlafplatz, hat unser Guide beschlossen, dass es besser wäre, wenn wir um zwölf uhr nachts auf den Gipfel gehen. Im Gegensatz zum Schweizer, meinem Seilpartner, bin ich eben langsam zum Refugio aufgestiegen. Deswegen hat wahrscheinlich der Guide gedacht ich sei langsam. Jedenfalls hat sich bei der Besteigung herausgestellt, dass ich den Schweizer anschieben und anschreien musste, dass er seinen a**** da hochbewegen soll und ich sicherlich nicht umkehren werde! Er hatte große Probleme mit der Müdigkeit und der Höhe. Alle drei Schritte mussten wir anhalten, weil er verschnaufen musste. Letztendlich hat er des doch geschafft! Leider war die Sicht so schlecht und eine Schlechtwetterfront zog auf, sodass wir nach zwei Minuten auf dem Gipfel umkehren mussten. Ach und meine drecks Kamera hat leider auch versagt, ich hoffe der Schweizer sendet mir ein paar gute Fotos, ich werd sie also nachreichen ! 

P. S: ob ich einen Sechstausender machen werde? Mit ziemlicher Sicherheit!! 

 

11Juni
2015

Cordilleras Blancas 2

Wahnsinn! Seit unglaublichen zwei wochen bin ich nun schon in den wunderschönen Bergen Perus. Richtig so, schließlich gehört sich das für a gscheides bayerisches Madl so!!  Ach ich kriege einfach nicht genug von der Aussicht hier und es ist kein Ende in Sicht. 

Endlich hab ich mich wieder auf den Drahtesel gesetzt und die Berge mit meinem Guide aus Huarez auf über 3500 m entdeckt. Nachdem er herausgefunden hat, dass ich Single Trecks sehr liebe, zeigte er mir einige tolle Passagen. Dank ein paar Erinnerungen an die technischen Dinge, ging alles außer ein paar Kratzern ziemlich glatt. 

 

 

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